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Psychologie

Niemand ist perfekt – auch nicht in seinen Fehlern

Nobody is perfect. Niemand ist perfekt. Das haben wir alle schon tausende Male gehört. Vielleicht, weil man unseren inneren Perfektionisten erinnern wollte einen Gang runter zu schalten.

Aber darum geht es mir hier nicht.

Denn ich meine, wir sind auch in all’ unseren Problemen und Fehlern nicht perfekt.

Machmal sind wir sogar Versager im Versagen.

Machmal sind wir Versager im Versagen. Klick um zu Tweeten

Nichts ist perfekt

Vielleicht willst du dich versuchen und einen perfekten Kreis zeichnen. Nimm gerne einen Zirkel zur Hilfe.

Wenn du dich versucht hast und weit genug heranzoomst, wirst du entdecken, dass dein Kreis kein perfekter Kreis ist. Man findet immer eine kleine Ecke oder Delle.

Tatsächlich ist nichts, was wir erschaffen wirklich perfekt. Mit ausreichender Vergrößerung findet man immer einen Makel.

Es ist albern, zu warten bis etwas perfekt ist. Denn die Chancen stehen gegen dich.

Wenn wir diesen Gedankengang umdrehen, bedeutet das, dass wir immer mindestens einen kleinen Anteil dessen vorfinden, was funktioniert, gut ist oder genutzt werden kann.

»Getting better is the path to better.«

– Seth Godin, Toward perfect

Die Alternative ist also weiterzumachen, in Richtung eines Ideals. Der Schlüssel ist Fortbewegung und Verbesserung während du in Bewegung bist.

Jürgen Hargens sagte so schön:

»Aller Anfang ist ein Anfang.«

– Jürgen Hargens, Aller Anfang ist ein Anfang

Wir finden einen kleinen Nicht-Makel, der die (aktuelle) Regel bestätigt – uns aber auch sagt, dass Veränderung möglich ist.

Besser ist ein Anfang

Egal wie ernst, chronisch oder lähmend und komplex ein Fehler ist, es gibt immer Zeiten, in denen er weniger ernst ist oder weniger einflussreich ist.

Fehler und Probleme, gerade wenn es um unser Verhalten geht, sind Muster. Wie Regeln haben diese Muster Ausnahmen.

Egal was dich umtreibt. Wenn du weg willst vom Arbeitsstress, Überforderung oder schlechten Gewohnheiten, dann gibt es vielleicht eine Ausnahme.

Wenn du weniger schnell aus der Haut fahren willst, gibt es vielleicht eine Ausnahme. Zeiten in denen du etwas gelassener bist.

Eine Ausnahme, die dir sagt, dass bereits etwas funktioniert? Und vielleicht kannst du mehr davon machen?

Ausnahmen können wachsen und größer werden als ein Fehler oder Problem.

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Gesundheit

Der Unterschied zwischen Lernen und auswendig Lernen

Um etwas zu lernen, muss man es verstehen. Es wird dadurch vielleicht so einleuchtend, dass es einfach und mühelos ist. Und es scheint als wenn du alles auswendig kannst. Aber das ist nur eine Nebenwirkung.

Auswendig lernen können wir vieles, in vielen Bereichen. Und vielleicht kannst du es sogar zitieren und wortwörtlich wiedergeben, sodass es sich selbst jemand anderes merken kann.

Man kann beispielsweise das Alphabet auswendig lernen. Aber zu verstehen gibt es hier nicht viel.

Auf der anderen Seite, ist es albern etwas auswendig zu lernen, wenn man darauf aufbauen will. Wenn man etwas verbessern will. Wenn man improvisieren muss. Dann muss man die Zeit und Mühe investieren, um es zu verstehen.

So ist es übrigens auch mit der Gesundheit. Man kann durch die Bewegungen gehen. Man kann jeden Trend mitmachen. Oder man sucht sich klare, greifbare und sinnvolle Optionen. Dann ist’s stimmig.

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Führung

Qualität – vorinstalliert

Das Gegenteil von sorglos ist vielleicht gewissenhaft. Und der beste Weg vermeidbare Fehler zu vermeiden ist sich mehr anzustrengen. Darauf zu achten. Genauer aufzupassen oder noch mehr Liebe in die Arbeit zu stecken. Dann stimmt die Qualität.

Demnach würden Chirurgen weniger Fehler machen, wenn sie sich einfach mehr anstrengen. Und viele der Fehler, die für Leid und Chaos sorgen, würden nicht passieren. Nur weil wir uns mehr anstrengen.

Und da ist was dran. Das stimmt zum Teil. Und dann ist es nicht die Anstrengung, sondern das System, das wichtig ist.

Was wäre wenn wir all die Energie, die wir in »Achte-bitte-drauf-Kommentare« stecken, in Strukturen investieren, die uns erlauben einen besseren Job zu machen? Was wenn wir Checklisten erstellen und für Supervision und peer reviews sorgen? Was wenn wir resilientere Wege finden unsere Fürsorge auszudrücken?

Auf den ersten Blick ist es vielleicht komisch, dass ein Patient das Bein markiert an dem er operiert werden soll. Aber diese kleine Anpassung bedeutet, dass die Fehlerquote bedeutend sinkt.

1846 war es für die meisten Ärzte lächerlich sich vor einer Entbindung die Hände zu waschen. Heute ist das Händewaschen nicht mehr wegzudenken. Dafür hat sich ein Stück Kultur geändert.

Statt auf einen Fehler zu reagieren indem wir sagen »Ich muss vorsichtiger sein« kann man sich auch fragen »Wie schaffe ich ein besseres System, das meine Vorsicht unterstützt?«

Oder: »Wie schaffe ich eine Kultur, die Fürsorge, Engagement, etc… unterstützt?«

Wenn etwas wichtig genug ist, um sich ernsthaft Gedanken darum zu machen, ist es möglicherweise auch wichtig genug um es systematisch anzugehen.

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Psychologie

Nimm es nicht persönlich

»Nimm’s nicht persönlich«.

Das ist leicht gesagt. Aber schwer umzusetzen. Wie soll man’s denn nehmen? Manchmal scheint es als, wenn es nur so geht. Persönlich eben.

Der Kunde, der nicht wieder kommt. Der Patient, der zum anderen Profi wechselt. Der Kunde, der dein Produkt nicht mag. Deine beste Arbeit. Abgelehnt.

Oder die Kollegin, die dann doch lieber alleine joggen geht.

Die Sache ist: es ist nie persönlich. Es geht nie um dich. Wie sollte es auch? Die Person kennt dich ja gar nicht, versteht dich nicht. Sie kann nicht hören was in deinem Kopf los ist. Sie kennen nur sich selbst. Die Stimmen im eigenen Kopf. Die eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Darum geht es.

Wenn jemand vorüberzieht, weiterzieht, zur Konkurrenz wechselt oder sogar schlecht über dich spricht, dann betrifft es nicht dich persönlich. Es geht persönlich um ihn. Seine Agenda. Seine Entscheidung. Seine Weltsicht. Seine Geschichte. Vielleicht hat es nicht gepasst.

Alles was uns bleibt ist unser Bestes zu geben. Welche Wahl haben wir?

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Führung

Was bringt das Beste in dir hervor?

Was bringt das Schlimmste in dir hervor?

Noch eine Frage: Ist es dir möglich dein Leben in Bahnen zu leiten, in denen dein Bestes auf natürliche Weise hervorkommt? Gibt es einen Reiseplan, der es wahrscheinlicher macht, dass deine Umgebung so ist wie du sie brauchst?

Denn wenn du das nicht kannst, gibt es eine weitere Option: Kannst du deine Einstellung ändern, sodass du in Situationen, in denen du dich häufig befindest mehr von deinem Besten vorfindest und weniger vom Schlechten?

»Wir können ideale Situationen neu definieren, wenn wir es wollen.« Klick um zu Tweeten

Ideale Situationen sind meist rar – aktuell mehr als je zuvor. Aber wir können ideale Situationen neu definieren, wenn wir es wollen.

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Psychologie

Was genau ist Stress? Definitionen von 9 Experten (+mögliche Auswege)

Über die Frage, was unter Stress zu verstehen ist, gab es in den Anfängen der Stressforschung heftige Auseinandersetzungen. Hier sind 9 Sichtweisen zur Definition von Stress.

Die Kurzfassung? Die eine Wahrheit gibt es nicht. Stress ist oft was wir daraus machen. Denn wir tragen einen Teil zum Stress bei.

Auf der anderen Seite, neigen viele Experten dazu Stress rein als Produkt subjektiver Wahrnehmungen zu beschreiben. Ich glaube wir müssen beides berücksichtigen: objektive Belastungen und die subjektive Sichtweise. Denn ohne zu berücksichtigen was tatsächlich da ist, verlieren wir den Blick für das was wir tagtäglich meistern.

Wer es genau wissen will, ist hier richtig.