• Die Landkarte ist nicht das Territorium

    Der Name ist nicht die Person, die er benennt.

    Die Speisekarte ist nicht das Gericht.

    Die Nährstoffe sind nicht die Mahlzeit.

    Das Wort ist nicht, was es benennt.

    Der Vertreter ist nicht, was er vertritt.

    Das Symbol ist nicht das, worauf es sich bezieht.

    Das Schild ist nicht das, worauf es hinweist.

    Das Modell ist nicht das, was es modelliert.

    Die Teile sind nicht das System.

    Die Diagnose ist nicht der Mensch.

    Die Sprache über Komplexität ist nicht die Komplexität.

    Die Botschaft ist nicht die Meta-Botschaft.

    Gerade weil die Landkarte nicht das Territorium ist, sind wir frei:

    Wir können sie nutzen, solange sie nützlich ist. Oder wir zeichnen neue Landkarten. Finden andere Beschreibungen. Benennen das Problem um. Kartieren neue Lösungswege, die vorher versperrt waren.

  • Die perfekten Bedingungen

    Es gibt einen Ort. Da herrschen ideale Bedingungen, um Mangos zu züchten.

    Oder den besten Strand zum Kitebuggy fahren.

    Oder die allerbeste Ballettschule für deine Tochter.

    Aber das ist nicht hier. Nicht jetzt.

    Manchmal hat unser Fortschritt vielmehr damit zu tun, mit dem zu arbeiten, was vor uns liegt.

  • The Meta Message

    Kommunikation ist nicht nur was wir sagen.

    Kommunikation ist was im jeweiligen Kontext sagbar ist – und was dadurch an indirekten Bedeutungen transportiert wird.

  • 3 Arten von Entscheidungen

    1. Die meisten Entscheidungen sind wie Hüte.

    Man probiert einen auf und wenn er nicht passt, legt man ihn zurück und probiert einen anderen.

    2. Einige Entscheidungen sind wie Frisuren.

    Einen schlechten Haarschnitt kann man beheben. Aber es wird etwas dauern. Vielleicht fühlst du dich etwas blöde. Vielleicht sogar für eine ganze Weile.

    Dabei ist es den Versuch oft wert. Wenn es nicht funktioniert, wirst du es im nächsten Jahr vergessen haben.

    Alle anderen auch.

    3. Nur wenige Entscheidungen sind wie Tattoos.

    Triffst du sie, musst du damit leben.

    Manche Fehler sind wirklich irreversibel. Du wirst deinen Fehler vielleicht für eine Weile vergessen können. Doch beim nächsten Blick in den Spiegel wirst du sofort daran erinnert. Selbst viele Jahre später sind die Spuren der Entscheidung noch klar zu sehen.

  • Du steckst nicht im Stau. Du bist der Stau.

    Wir beklagen Situationen, als wären wir unbeteiligte Zuschauer.

    Sind wir nicht.

    Du hast keine unruhigen Kinder. Du bist Teil der Unruhe.

    Die Kollegin, die „immer jammert“? Du bist das Publikum, das es ermöglicht.

    Dein Klient ist nicht unmotiviert. Du musst herausfinden wofür er brennt.

    Die Frau, die ohne Pause redet. Sie redet nicht einfach. Sie redet mit dir. Hörst du zu?

    Wir sind selten passive Zuschauer.

  • Wir haben die Wahl

    10 alltägliche Entscheidungen:

    1. Es auf uns zu nehmen oder die Verantwortung bei anderen zu suchen.
    2. Ja zu sagen oder nein.
    3. Zu sagen, was wir denken oder es für uns zu behalten.
    4. Uns mit der Sache vertraut machen oder es auf sich beruhen zu lassen.
    5. Nach Schema zu arbeiten oder individuell zu entscheiden.
    6. Genauer hinzuschauen, hinzuspüren oder das Gefühl gehen zu lassen.
    7. Unmittelbaren Bedürfnissen nachzugehen oder uns in Zurückhaltung zu üben.
    8. Zu hinterfragen, was uns nicht kalt lässt oder was wir nicht länger ignorieren sollten.
    9. Was wir auf Autopilot laufen lassen und was wir ganz bewusst machen wollen.
    10. Auf Qualität zu setzen oder auf Geschwindigkeit.

    Auf beiden Seiten findet sich Positives wie Negatives.

    Wir haben die Wahl.

  • Zuerst verstehen

    Ergebnisse zu versprechen, verkauft sich gut.

    Am besten, sofortige Veränderung ohne den mühsamen Teil: Verstehen, wo jemand wirklich hin will. Und wozu.

    Aber Fortschritt ohne Verständnis ist wie ein Kreis, der sich als Linie tarnt.

    Wir bewegen uns. Machen sogar Meter. Kommen voran.

    Bis wir merken, dass wir wieder dort sind, wo wir angefangen haben.

    Echte Veränderung braucht Zeit und Raum—nicht für das Tun, sondern für das Verstehen.

    Die Abkürzung führt oft nur zurück zum Start.

  • 4 Arten, unsere Sprache zu verstehen

    1. Sprache bringt die Wirklichkeit klar zum Ausdruck:
    ↳ Es gibt eine Realität und die Sprache spiegelt diese exakt wider.

    2. Sprache transportiert die Wirklichkeit auf eine bestimmte Weise:
    ↳ Wir müssen manchmal unter und hinter die Sprache schauen, um mehr zu verstehen.

    3. Sprache steht der Realität im Weg:
    ↳ Um mit der Realität in Kontakt zu kommen, müssen wir Worte und Konzepte loslassen können. Erst dann erfahren wir die Realität unbehindert.

    4. Sprache erschafft Realität:
    ↳ Worte sind sowohl beliebig wie instabil – und die Bedeutung variiert stark, abhängig davon, wer etwas sagt und in welchem Kontext. Botschaften werden nicht gesendet, sondern nur empfangen.

    Zu bestimmten Zeiten und für viele Zwecke sind die ersten zwei Sichtweisen gut genug und funktionieren. Manchmal ist die Dritte notwendig. Doch dann müssen wir uns damit beschäftigen, wie wir Realität mitbestimmen.

    Diese letzte Art zu denken legt uns nahe, uns darum zu kümmern, wie wir die Welt in unserer Sprache geordnet haben und wie unsere Sprache (die vor uns da war) unsere Welt geordnet hat.

  • Wirklichkeitssinn und Möglichkeitssinn

    Wirklichkeitssinn:

    – Hier ist …
    – Hier wird …
    – Hier muss …

    Möglichkeitssinn:

    – Hier könnte …
    – Hier sollte …
    – Hier müsste …

    Wir brauchen beides.

  • Drei Arten zu Sehen
    1. Was sehe ich?
    2. Wie kommt es, dass ich es so sehe?
    3. Welche Gründe habe ich für diese Sichtweise?