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Leseliste

Leseliste für Lösungs(er)finder

Für viele von uns gehört es zum Tagesgeschäft Probleme zu lösen. Manchmal sogar Lösungen zu erfinden, die es bisher nicht gab. Viele von uns begleiten Menschen in Situationen des Umbruchs, bei Neu-Einstimmungen oder beim Durchhalten. Das kann auch für uns anstrengend sein. Daher sind hier meine Favoriten unter den Büchern und Artikeln zur lösungsorientierten Methode in Therapie, Coaching und Beratung.

Damit auch dir die Umbrüche, Neu-Einstimmungen und das Durchhalten leichter fallen.

These books had been heavily criticised as ‘cookbooks’ but 25 years on these self same books have been the basis for the solution focused cookery classes, dinner parties and restaurants that can be found all over the world.

– Chris Iveson, et al., Brief Coaching

Die Prinzipien der lösungsorientierten Methode werden seit vielen Jahren in verschiedenen Branchen genutzt. Angefangen in der Familientherapie nehmen sie ihren Lauf in der Therapie, Beratung und im Coaching. Aber selbst im Führungsalltag, im Golfsport und in der Ergotherapie werden sie genutzt.

Wer einen Anfang sucht oder es genau wissen will, wird hier fündig.

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Psychologie

Von der Ausnahme zur Regel

Zwei Beispiele: Der Typ, der seine Ehefrau mit einer Anderen betrügt, sagt es sei einmalig gewesen. Eine Ausnahme. Kürzlich habe ich gehört sie würden in die USA auswandern. Happy ever after.

In der Therapie sagte mir ein 11-jähriger er würde nur sehr selten leserlich schreiben können. In Ruhe ginge es, aber in der Schule sei der Druck hoch. Meistens beschweren sich seine Lehrer über seine Schrift und sie wollten ihn deshalb nicht versetzen.

Dennoch war die Therapie nach wenigen Terminen abgeschlossen und die Versetzung war gesichert.

Aus Ausnahmen werden schnell neue Regeln. Die Frage ist, welche Ausnahmen es gibt? Was hat man genau dazu beigesteuert? Und was könnte man daraus machen?

Wir verfangen uns schnell in unseren Problemen und Fehlern. Dann erhält der Stress, der Streit, der Konflikt oder das Nicht-Vorankommen die ganze Aufmerksamkeit.

Zu jeder Regel gibt es Ausnahmen. Eigentlich immer. Die Frage ist, ob wir sie bemerken.

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Führung

Noch nicht, nicht jetzt

Der größte Feind der Veränderung ist nicht das »Nein«. Es ist ein »noch nicht« oder »nicht jetzt«.

Noch nicht ist die sicherste Option Veränderungen zu verhindern. Nicht jetzt gibt dem Status Quo die Möglichkeit sich neu zu gruppieren und das Unvermeidliche noch etwas länger zu ignorieren.

Veränderungen scheitern fast nie, weil sie zu früh da sind. Meistens, weil sie zu spät kommen. Die Möglichkeiten flachen immer ab, je länger man wartet. Wenn du glaubst die Welt sei soweit, ist es vorbei. Wenn du glaubst du bist soweit, ist es vermutlich zu spät.

»Schlechter Zeitpunkt.«

»Mach mal langsam.«

»Lass uns abwarten.«

»Vielleicht nächste Woche.«

»Darum kümmert sich jemand anderes.«

Es ist definitiv nicht zu früh anzufangen.

Das Preis für jene, die früh sind ist gering. Aber es gibt einen großen Aufschlag, wenn man zu spät ist. Und je später man beginnt, desto weniger ist die Anstrengung wert.

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Psychologie

Niemand ist perfekt – auch nicht in seinen Fehlern

Nobody is perfect. Niemand ist perfekt. Das haben wir alle schon tausende Male gehört. Vielleicht, weil man unseren inneren Perfektionisten erinnern wollte einen Gang runter zu schalten.

Aber darum geht es mir hier nicht.

Denn ich meine, wir sind auch in all’ unseren Problemen und Fehlern nicht perfekt.

Machmal sind wir sogar Versager im Versagen.

Machmal sind wir Versager im Versagen. Klick um zu Tweeten

Nichts ist perfekt

Vielleicht willst du dich versuchen und einen perfekten Kreis zeichnen. Nimm gerne einen Zirkel zur Hilfe.

Wenn du dich versucht hast und weit genug heranzoomst, wirst du entdecken, dass dein Kreis kein perfekter Kreis ist. Man findet immer eine kleine Ecke oder Delle.

Tatsächlich ist nichts, was wir erschaffen wirklich perfekt. Mit ausreichender Vergrößerung findet man immer einen Makel.

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Gesundheit

Der Unterschied zwischen Lernen und auswendig Lernen

Um etwas zu lernen, muss man es verstehen. Es wird dadurch vielleicht so einleuchtend, dass es einfach und mühelos ist. Und es scheint als wenn du alles auswendig kannst. Aber das ist nur eine Nebenwirkung.

Auswendig lernen können wir vieles, in vielen Bereichen. Und vielleicht kannst du es sogar zitieren und wortwörtlich wiedergeben, sodass es sich selbst jemand anderes merken kann.

Man kann beispielsweise das Alphabet auswendig lernen. Aber zu verstehen gibt es hier nicht viel.

Auf der anderen Seite, ist es albern etwas auswendig zu lernen, wenn man darauf aufbauen will. Wenn man etwas verbessern will. Wenn man improvisieren muss. Dann muss man die Zeit und Mühe investieren, um es zu verstehen.

So ist es übrigens auch mit der Gesundheit. Man kann durch die Bewegungen gehen. Man kann jeden Trend mitmachen. Oder man sucht sich klare, greifbare und sinnvolle Optionen. Dann ist’s stimmig.

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Führung

Qualität – vorinstalliert

Das Gegenteil von sorglos ist vielleicht gewissenhaft. Und der beste Weg vermeidbare Fehler zu vermeiden ist sich mehr anzustrengen. Darauf zu achten. Genauer aufzupassen oder noch mehr Liebe in die Arbeit zu stecken. Dann stimmt die Qualität.

Demnach würden Chirurgen weniger Fehler machen, wenn sie sich einfach mehr anstrengen. Und viele der Fehler, die für Leid und Chaos sorgen, würden nicht passieren. Nur weil wir uns mehr anstrengen.

Und da ist was dran. Das stimmt zum Teil. Und dann ist es nicht die Anstrengung, sondern das System, das wichtig ist.

Was wäre wenn wir all die Energie, die wir in »Achte-bitte-drauf-Kommentare« stecken, in Strukturen investieren, die uns erlauben einen besseren Job zu machen? Was wenn wir Checklisten erstellen und für Supervision und peer reviews sorgen? Was wenn wir resilientere Wege finden unsere Fürsorge auszudrücken?

Auf den ersten Blick ist es vielleicht komisch, dass ein Patient das Bein markiert an dem er operiert werden soll. Aber diese kleine Anpassung bedeutet, dass die Fehlerquote bedeutend sinkt.

1846 war es für die meisten Ärzte lächerlich sich vor einer Entbindung die Hände zu waschen. Heute ist das Händewaschen nicht mehr wegzudenken. Dafür hat sich ein Stück Kultur geändert.

Statt auf einen Fehler zu reagieren indem wir sagen »Ich muss vorsichtiger sein« kann man sich auch fragen »Wie schaffe ich ein besseres System, das meine Vorsicht unterstützt?«

Oder: »Wie schaffe ich eine Kultur, die Fürsorge, Engagement, etc… unterstützt?«

Wenn etwas wichtig genug ist, um sich ernsthaft Gedanken darum zu machen, ist es möglicherweise auch wichtig genug um es systematisch anzugehen.