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Wenn Kellner arbeiten wie Therapeuten

Stellen Sie sich vor, Sie überkommt der Hunger und Sie fragen daher beim nächstgelegenen Restaurant nach einem Tisch. Nach einer kurzen Wartezeit werden Sie eingeladen Platz zu nehmen.

Der Oberkellner stellt sich vor und stellt Ihnen einige Fragen über Ihren Hunger: Wie groß ist der Hunger? Wie lange besteht der Hunger schon? Wie kommt es dazu, dass Sie hungrig sind? Wie haben Sie es bis hierher ausgehalten? Waren Sie schonmal hungrig? Wie häufig? Welche Rolle spielt Ihr Hunger im Familienleben und im Freundeskreis? Welche Nachteile hat er? Und welche möglichen Vorteile? Wie geht es Ihnen damit?

Etwas ungeduldig bitten Sie darum eine Bestellung aufzugeben. Der Oberkellner besteht allerdings darauf, dass Sie zuerst weitere Fragebögen über Ihren Hunger ausfüllen. Wahrscheinlich auch über einige andere Themen, die der Oberkellner für relevant hält.

Nach dieser Prozedur wird Ihnen ein Menü serviert. Sie haben es sich nicht selbst ausgesucht, sondern der Oberkellner – basierend auf seinen Theorien darüber was Ihnen gut tun müsste und was anderen Menschen in der Vergangenheit half ihren Hunger zu lindern.

Wie stehen wohl die Chancen, dass Sie das Restaurant satt und glücklich verlassen?


Mit diesem Szenario eröffnet Fredrike Bannink ihr Buch 1001 Solution-Focused Questions: Handbook for Solution-Focused Interviewing. Sie gehört zu jenen, die andere Möglichkeiten nutzen Lösungen zu finden. Eine ausführliche Liste mit Lesestoff finden Sie hier.

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Thermometer und Thermostate

Thermostate sind deutlich wichtiger als Thermometer.

Ein Thermometer zeigt, dass etwas nicht stimmt. Es ist ein Hinweis etwas zu tun, wie der Kanarienvogel in der Kohlemine, der uns sagt, dass wir besser die Flucht ergreifen.

Es gibt viele Arten von Thermometern. Im weiteren Sinne sagen sie uns, dass wir zu viel Geld ausgeben, zu wenig Zeit am Schreibtisch verbracht haben oder endlich die Zahlungserinnerung an den Kunden rausschicken müssen.

Organisationen sind voll von menschlichen Thermometern. Sie kritisieren, diagnostizieren oder jammern einfach.

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Portia Nelson: Eine Autobiographie in 5 Kapiteln

Vielen ist Portia Nelsons kurze Autobiographie in 5 Kapiteln bekannt. Für einige steht sie für unsere Kapazität nach einem Rückschlag wieder aufzustehen, es nochmal zu versuchen und dran zu bleiben. Ich glaube noch etwas anderes zu sehen, nämlich eine gewisse Trägheit mit der man rechnen muss, wenn wir Veränderung betrachten.

Entscheide selbst.

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Von der Ausnahme zur Regel

Zwei Beispiele: Der Typ, der seine Ehefrau mit einer Anderen betrügt, sagt es sei einmalig gewesen. Eine Ausnahme. Kürzlich habe ich gehört sie würden in die USA auswandern. Happy ever after.

In der Therapie sagte mir ein 11-jähriger er würde nur sehr selten leserlich schreiben können. In Ruhe ginge es, aber in der Schule sei der Druck hoch. Meistens beschweren sich seine Lehrer über seine Schrift und sie wollten ihn deshalb nicht versetzen.

Dennoch war die Therapie nach wenigen Terminen abgeschlossen und die Versetzung war gesichert.

Aus Ausnahmen werden schnell neue Regeln. Die Frage ist, welche Ausnahmen es gibt? Was hat man genau dazu beigesteuert? Und was könnte man daraus machen?

Wir verfangen uns schnell in unseren Problemen und Fehlern. Dann erhält der Stress, der Streit, der Konflikt oder das Nicht-Vorankommen die ganze Aufmerksamkeit.

Zu jeder Regel gibt es Ausnahmen. Eigentlich immer. Die Frage ist, ob wir sie bemerken.

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Niemand ist perfekt – auch nicht in seinen Fehlern

Nobody is perfect. Niemand ist perfekt. Das haben wir alle schon tausende Male gehört. Vielleicht, weil man unseren inneren Perfektionisten erinnern wollte einen Gang runter zu schalten.

Aber darum geht es mir hier nicht.

Denn ich meine, wir sind auch in all’ unseren Problemen und Fehlern nicht perfekt.

Machmal sind wir sogar Versager im Versagen.

Machmal sind wir Versager im Versagen. Klick um zu Tweeten

Nichts ist perfekt

Vielleicht willst du dich versuchen und einen perfekten Kreis zeichnen. Nimm gerne einen Zirkel zur Hilfe.

Wenn du dich versucht hast und weit genug heranzoomst, wirst du entdecken, dass dein Kreis kein perfekter Kreis ist. Man findet immer eine kleine Ecke oder Delle.

Tatsächlich ist nichts, was wir erschaffen wirklich perfekt. Mit ausreichender Vergrößerung findet man immer einen Makel.

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Gewohnheiten: Die ultimative Liste der Zahlen und Fakten

Unsere Gewohnheiten bestimmen maßgeblich unser Leben. Im Guten wie im Schlechten. Wer versucht sie zu ändern oder andere dabei unterstützt findet hier Zahlen und Fakten, um realistische Entscheidungen zu treffen.

Dabei beziehe ich mich vor allem auf wissenschaftliche Studien und Befunde aus der Psychologie und den Neurowissenschaften.

Typische Fragen werden beantwortet, wie…

  • Was genau ist eigentlich eine Gewohnheit?
  • Wie lange dauert es bis sich eine Gewohnheit bildet? (Und ist es schlimm, wenn ich einen Tag verpasse?)
  • Was sind typische Vorhaben und wie sind die Erfolgsquoten?
  • Was kann ich tun, um meine Gewohnheiten zu ändern?

Auch zeige ich worauf es ankommt, wenn wir auch unter Druck feste Gewohnheiten abrufen wollen.