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Portia Nelson: Eine Autobiographie in 5 Kapiteln

Vielen ist Portia Nelsons kurze Autobiographie in 5 Kapiteln bekannt. Für einige steht sie für unsere Kapazität nach einem Rückschlag wieder aufzustehen, es nochmal zu versuchen und dran zu bleiben. Ich glaube noch etwas anderes zu sehen, nämlich eine gewisse Trägheit mit der man rechnen muss, wenn wir Veränderung betrachten.

Entscheide selbst.

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Von der Ausnahme zur Regel

Zwei Beispiele: Der Typ, der seine Ehefrau mit einer Anderen betrügt, sagt es sei einmalig gewesen. Eine Ausnahme. Kürzlich habe ich gehört sie würden in die USA auswandern. Happy ever after.

In der Therapie sagte mir ein 11-jähriger er würde nur sehr selten leserlich schreiben können. In Ruhe ginge es, aber in der Schule sei der Druck hoch. Meistens beschweren sich seine Lehrer über seine Schrift und sie wollten ihn deshalb nicht versetzen.

Dennoch war die Therapie nach wenigen Terminen abgeschlossen und die Versetzung war gesichert.

Aus Ausnahmen werden schnell neue Regeln. Die Frage ist, welche Ausnahmen es gibt? Was hat man genau dazu beigesteuert? Und was könnte man daraus machen?

Wir verfangen uns schnell in unseren Problemen und Fehlern. Dann erhält der Stress, der Streit, der Konflikt oder das Nicht-Vorankommen die ganze Aufmerksamkeit.

Zu jeder Regel gibt es Ausnahmen. Eigentlich immer. Die Frage ist, ob wir sie bemerken.

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Niemand ist perfekt – auch nicht in seinen Fehlern

Nobody is perfect. Niemand ist perfekt. Das haben wir alle schon tausende Male gehört. Vielleicht, weil man unseren inneren Perfektionisten erinnern wollte einen Gang runter zu schalten.

Aber darum geht es mir hier nicht.

Denn ich meine, wir sind auch in all’ unseren Problemen und Fehlern nicht perfekt.

Machmal sind wir sogar Versager im Versagen.

Machmal sind wir Versager im Versagen. Klick um zu Tweeten

Nichts ist perfekt

Vielleicht willst du dich versuchen und einen perfekten Kreis zeichnen. Nimm gerne einen Zirkel zur Hilfe.

Wenn du dich versucht hast und weit genug heranzoomst, wirst du entdecken, dass dein Kreis kein perfekter Kreis ist. Man findet immer eine kleine Ecke oder Delle.

Tatsächlich ist nichts, was wir erschaffen wirklich perfekt. Mit ausreichender Vergrößerung findet man immer einen Makel.

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Gewohnheiten: Die ultimative Liste der Zahlen und Fakten

Unsere Gewohnheiten bestimmen maßgeblich unser Leben. Im Guten wie im Schlechten. Wer versucht sie zu ändern oder andere dabei unterstützt findet hier Zahlen und Fakten, um realistische Entscheidungen zu treffen.

Dabei beziehe ich mich vor allem auf wissenschaftliche Studien und Befunde aus der Psychologie und den Neurowissenschaften.

Typische Fragen werden beantwortet, wie…

  • Was genau ist eigentlich eine Gewohnheit?
  • Wie lange dauert es bis sich eine Gewohnheit bildet? (Und ist es schlimm, wenn ich einen Tag verpasse?)
  • Was sind typische Vorhaben und wie sind die Erfolgsquoten?
  • Was kann ich tun, um meine Gewohnheiten zu ändern?

Auch zeige ich worauf es ankommt, wenn wir auch unter Druck feste Gewohnheiten abrufen wollen.

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Die Jagd nach Perfektion

Wie viele deiner Kollegen verbringen ihren Tag mit der Jagd nach Perfektion? Oder besser gesagt, wie viele verbringen ihren Tag damit Fehler zu vermeiden?

Fehlerfreiheit ist was die meisten wollen. Die Richtlinien einhalten, dann besteht auch kein Grund zur Aufregung.

Wir wurden seit der ersten Klasse darauf trainiert Fehler zu vermeiden. Das Ziel jeder Klassenarbeit war möglichst 100 Prozent zu erreichen. Keine Fehler und man bekam eine eins.

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Wie sich gut gemeinte Ratschläge und Herzschrittmacher gleichen

Es gibt verschiedene Gründe bei jemandem einen Herzschrittmacher einzusetzen. Grundsätzlich lässt sich damit eine Leistungssteigerung erhoffen, wenn man auch vom Risiko einer Abstoßung ausgehen muss.

Ähnlich ist es bei Ratschlägen. Trotz guter Absichten zeigen sich oft Nebenwirkungen.

In beiden Fällen müssen wir mit mindestens drei möglichen Reaktionen rechnen:

  1. Der Herzschrittmacher könnte abgestoßen werden. Der gute Ratschlag ebenso.
  2. Der Herzschrittmacher könnte die Arbeit des Herzens weitgehend übernehmen und würde damit das eigene Herz schwach und abhängig machen. Für unsere Ratschläge finden sich manche, die sie gerne annehmen und umsetzen. Der Ratgeber ist damit voll in der Verantwortung für den Ratnehmer, die richtigen Lösungen zu präsentieren. Mit viel Übung entstehen unselbstständige und entscheidungsmüde Menschen. Individuelle Qualitäten gehen damit wahrscheinlich verloren.
  3. Der Herzschrittmacher könnte nur kurzfristig übernehmen. Sobald er nicht mehr eingeschaltet ist, läuft das Leben ruhig und in gewohnten Bahnen weiter wie eh und je. Was bedeutet das bezogen auf das Beispiel der klugen Ratschläge? Sie werden gehört, sie werden beachtet – solange der Ratgebende da ist. Sobald es sich kurzzeitig anderen Themen zuwendet, kommt alles Denken wieder in die gewohnten Bahnen, man darf wieder wie gewohnt handeln.

Dieser Vergleich legt eine gewisse Vorsicht nahe. Ich glaube auch, wir müssen den gesunden Menschenverstand voraussetzen und folglich davon ausgehen, dass Rat und Hilfe gewünscht sein müssen. Sonst werden sie abgestoßen (oder übernehmen das Ruder – und das würde heißen wir müssten immer wieder mit guten Ratschlägen glänzen).

Drei Bedingungen für erfolgreiche »Eingriffe« von Sonja Radatz: 1) Eine Erlaubnis muss eingeholt sein. 2) Man muss sich an den Rhythmus des Gegenübers anpassen. 3) Es braucht Zeit, damit Denk- und Handlungsmuster sich anpassen können.