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Was genau ist Stress? Definitionen von 9 Experten (+mögliche Auswege)

Über die Frage, was unter Stress zu verstehen ist, gab es in den Anfängen der Stressforschung heftige Auseinandersetzungen. Hier sind 9 Sichtweisen zur Definition von Stress.

Die Kurzfassung? DIE eine Sichtweise gibt es nicht. Stress ist oft was wir daraus machen. Denn wir tragen einen Teil zum Stress bei.

Auf der anderen Seite, neigen viele Experten dazu Stress rein als Produkt subjektiver Wahrnehmungen zu beschreiben. Ich glaube wir müssen beides berücksichtigen: objektive Belastungen und die subjektive Sichtweise. Denn ohne zu berücksichtigen was tatsächlich da ist, verlieren wir den Blick für das was wir tagtäglich meistern.

Wer es genau wissen will, ist hier richtig.

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The Greatest Hits: 13 Dinge die unser innerer Widerstand vereitelt

Der Widerstand verhindert viele großartige Dinge. Steven Pressfield gibt ihm sogar eine Liste der “Greatest Hits” und nennt 11 Dinge, bei denen wir auf inneren Widerstand stoßen:

(1) Jede Tätigkeit kreativer Art wie Musik, Malerei, Schreiben, Film und Tanz – egal wie nebensächlich oder unkonventionell.

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Der Widerstand

»Most of us have two lives. The life we live, and the unlived life within us. Between the two stands Resistance.«

– Steven Pressfield, The War of Art

Der Widerstand ist real. Vielleicht hattest du keinen Namen für ihn, aber du hast ihn bemerkt. Er ist ein Teil von dir.

Er ist unsichtbar. Du kannst ihn nicht sehen, nicht hören, nicht riechen, nicht anfassen. Nur fühlen kann man ihn.

Der Widerstand würde uns alles erzählen, um uns von wichtiger Arbeit abzuhalten. Auf der anderen Seite, ist er unermüdlich, wenn es darum geht die einfachen und bequemen Dinge schön zu reden.

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Unsere kleinen Laster

Was wir als kleine Laster sehen kann schnell zu ausgewachsenen Zwängen werden.

Wir starten den Tag mit einer Tasse Kaffe, vielleicht zwei, und bald kommen wir ohne Kaffee gar nicht in die Puschen. Wir checken unsere Emails, weil es Teil des Jobs ist und bald schon spüren wir das Phantom-Vibrieren, obwohl wir keine neue Mail bekommen haben. Schnell bestimmen kleine Laster unser Leben.

Kleine Zwänge reduzieren nicht nur unsere Freiheiten und die “Herrschaft” über uns selbst, sie schmälern auch unsere Klarheit. Wir denken wir haben es unter Kontrolle, aber ist das wirklich so?

Man sagt, Sucht ist, wenn du nicht mehr die Finger davon lassen kannst, wenn du die Freiheit verloren hast enthaltsam zu sein oder nein zu sagen.

Lasst uns diese Freiheiten zurückfordern. Zwänge können heute sehr unterschiedlich ausfallen. Ist es die digitale Leine? Kaffee? Drogen? Gejammer? Getratsche? Fingernägel-Kauen? Gin-Tonic? Der Dopamin-Kick? In jedem Fall müssen wir unsere Fähigkeit zurückfordern zu enthalten und nein zu sagen. Denn sonst verlieren wir an Klarheit und Selbstkontrolle.

Schon die alten Stoa haben etwa vor 2000 Jahren darüber geschrieben. So z.B. Seneca:

“We must give up many things to which we are addicted, considering them to be good. Otherwise, courage will vanish, which should continually test itself. Greatness of soul will be lost, which can’t stand out unless it disdains as petty what the mob regards as most desirable.”

– Seneca, Moral Letters

Viele kleine Laster, die wir für gut halten, schaden uns auf lange Sicht. Könnte es daher sein, dass sie gar nicht so klein sind?

Links

  • The Tao of Seneca, Vol. 2 von Tim Ferriss (Link)
  • The Daily Stoic: 366 Meditations on Wisdom, Perseverance, and the Art of Living: Featuring new translations of Seneca, Epictetus, and Marcus Aurelius von Ryan Holiday und Stephen Hanselman (Amazon-Link)
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Balance-Akt: Welches Problem willst du?

Mal angenommen das Leben ist ein Spiel, indem du die Rolle eines Jongleurs einnimmst. Als dieser sollst du fünf Bälle in der Luft halten. Je einer für die Arbeit, die Familie, die Gesundheit, Freunde und deine Integrität. Alle Fünf wollen in der Luft bleiben.

Eines Tages stellst du fest, dass die Arbeit kein normaler Ball ist, sondern ein Flummi. Wenn du ihn fallen lässt kommt er zurück. Es gibt immer was zu tun. Die anderen vier – Familie, Gesundheit, Freunde, Integrität – sind aus Glas. Wenn du sie fallen lässt tut’s weh. Die Glaskugeln bekommen Kratzer und Kerben. Vielleicht zerbrechen sie auch.

So beschreibt James Patterson den Balance-Akt zwischen persönlichen und professionellen Prioritäten.

Wir gehen immer »Trade-off’s« ein. Balance ist eine Ideal-Vorstellung. Wann immer wir einer Sache nachgehen, geraten wir aus der Balance, weil wir dieser Sache mehr Aufmerksamkeit schenken, als den Anderen. Die Frage ist demnach nicht, ob wir aus der Balance geraten. Denn wir müssen, wenn wir wirklich etwas schaffen wollen – persönlich oder professionell. (Auch das Genießen braucht Aufmerksamkeit.)

Die eigentliche Frage ist, wie lange man im Ungleichgewicht bleiben kann. Die Herausforderung ist einzuschätzen wie lange man bei der einen Priorität bleiben kann, bevor das Glas zerbricht.

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Wir sind hier wie eine Familie…

In einigen Firmen sagt man gerne “Wir sind hier wie eine große Familie.” Seid Ihr nicht. Ihr seid Mitarbeiter und Chef, gemeinsame Angestellte oder wenn Ihr Glück habt seid Ihr eine Arbeitsgemeinschaft. Aber Ihr seid keine Familie.

Das heißt nicht, dass man nicht aufeinander achten kann. Man kann und ich finde man sollte.

Aber passt auf, wenn die neue Chefin oder der Geschäftsführer von der Firma als große alte Familie spricht. Damit ist nicht gemeint, dass die Firma dich beschützt, komme was wolle – so wie gesunde Familien es machen würden. Das Motiv ist eher eine einseitige Aufopferung: durch dich.

Denn, durch das zur Hilfe rufen der “Familie” wird der Heldenmut alles zu geben geweckt. Es ist ja nicht so, dass du lange Nächte durcharbeitest und den Urlaub verfallen lässt, um die Quartalszahlen zu retten. Nein, nein… du machst das für die Familie.

Diese stumpf-emotionale Herangehensweise ist notwendig, wenn man möchte, dass andere ihre eigenen Interessen vergisst.

Man muss nicht so tun als wäre man eine Familie, um den guten Ton zu wahren oder beschützend zu wirken. Diese Werte können genau so gut, wenn nicht besser, durch Prinzipien, Betriebspolitik und Taten ausgedrückt werden.

Davon abgesehen hast du höchst wahrscheinlich schon eine Familie, oder eine Gruppe von Freunden, die sich wie Familie anfühlt. Moderne Organisationen sind keine Straßen Gangs voller Waisenkinder, die sich in der harten harten Welt behaupten müssen, so so die Worte von Jason Fried und David Heinemeier Hannson, Gründer von Basecamp. Der Versuch deine Familie zu verdrängen ist nur ein weiterer Ansatz, die Bedürfnisse der Firma vor die deinen zu stellen. Krank.

Die besten Unternehmen sind keine Familien. Sie sind Unterstützer von Familien. Verbündete von Familien. Sie sind da, um gesunde und erfüllende Arbeitsbedingungen zu schaffen, sodass Arbeiter, wenn sie ihren Laptop zuklappen oder den Hammer fallen lassen die besten Partner, Eltern oder Freunde sind, die sie sein können.