Der Widerstand

„Most of us have two lives. The life we live, and the unlived life within us. Between the two stands Resistance.“

– Steven Pressfield (The War of Art)

Der Widerstand ist real. Vielleicht hattest du keinen Namen für ihn, aber du hast ihn bemerkt. Er ist ein Teil von dir.

Er ist unsichtbar. Du kannst ihn nicht sehen, nicht hören, nicht riechen, nicht anfassen. Nur fühlen kann man ihn.

Der Widerstand würde uns alles erzählen, um uns von wichtiger Arbeit abzuhalten. Auf der anderen Seite, ist er unermüdlich, wenn es darum geht die einfachen und bequemen Dinge schön zu reden.

Er kommt aus dem Inneren und oft geben wir ihm erst seine Macht.

Er meint es aber nicht persönlich mit dir. Er ist einfach so programmiert.

Der Widerstand ist unfehlbar. Daher stellt Steven Pressfield eine Faustformel auf: Je mehr Widerstand du wahrnimmst, desto wichtiger ist die Sache an der du dran bist.

Der Widerstand betrifft uns alle

Er wird bestärkt durch unsere Ängste. Möglicherweise die Angst darüber was andere denken und sagen könnten.

Er verhindert eigentlich nur Anstrengungen in eine Richtung: von niederen zu höheren Beweggründen – und damit kreative, wohlwollende oder innovative Vorhaben.

Kurz vor der Ziellinie ist er am stärksten, wenn er weiß, dass er in die Ecke gedrängt wurde.

Der Widerstand findet sogar Verbündete. Vielleicht ist es dein Partner, deine beste Freundin oder deine Familie. Hier gibt es nur eine Option: Mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Sex, Drama, Selbst-Medikation – alle können Begleiter des Widerstands sein. Denn viele sind eine schnelle Belohnung, die von der Arbeit ablenken.

Aber man kann den Widerstand besiegen.

Der Widerstand ist teils Metapher, teils Biologie. Denn ein Teil unserer Biologie macht sich eigentlich nur Gedanken um Sex, Angst und auf wen wir unsere Wut loslassen können. Dieser Teil wünscht sich nur Geborgenheit und etwas zu essen. Entwicklungsgeschichtlich jüngere Anteile wollen sich um zivilisiertere Dinge kümmern. Aber das wird jedes Mal mit dem Widerstand ausgekämpft.

Wann immer die schnelle Versuchung oder Angst da ist, hat der Widerstand ein leichtes Spiel. Es sei denn, man schafft Routinen, die es dir erlauben zu gewinnen – oder besser: den Widerstand mit etwas Geschick zu verführen.

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